2024-04-0 Hamamatsu: 1. Burg Hamamatsu (Castle, 浜松城) – Ankunft / Olaf in Japan (4) Burgen-Tour
Ankunft bei der Burg Hamamatsu (Castle, 浜松城, Hamamatsu-jō) in der Präfektur Shizuoka.
Da gerade Kirschblütenzeit ‘Hanami’ war, gab es auf dem Vorplatz der Burg schon entsprechende Aktivitäten.
Hanami (花見) ist das traditionelle japanische Kirschblütenfest, bei dem die Schönheit der blühenden Kirschbäume (Sakura) bei gemeinsamen Picknicks und Spaziergängen gefeiert wird.
Das Wort setzt sich aus Hana (Blüte) und Miru (sehen/betrachten) zusammen und symbolisiert die Vergänglichkeit des Lebens.
Es gibt einige Informationsschilder zu den originalen Steinmauern und natürlich zu der Burg selbst.
Die Burg Hamamatsu besitzt eine herausragende historische Bedeutung für Japan und wird symbolisch als „Burg des Erfolgs“ oder „Burg des Aufstiegs“ (Shusse-jō) bezeichnet.
Die Burg ist untrennbar mit dem Namen Tokugawa Ieyasu verbunden, einer der bedeutendsten Figuren der japanischen Geschichte.
Ieyasu übernahm die damalige Festung (zuvor Hikuma Castle genannt) im Jahr 1568, baute sie aus und verlegte seinen Sitz dorthin.
Er lebte hier von 1570 bis 1586 (insgesamt 17 Jahre lang) in seinen prägenden Jugend- und Mannesjahren.
Von dieser strategisch günstig gelegenen Basis aus konsolidierte er seine Macht, überstand existenzbedrohliche militärische Krisen (wie die Schlacht von Mikatagahara) und legte das Fundament für seinen späteren Aufstieg zum Shogun, der das Land einte und die 250 Jahre währende Edo-Zeit einläutete.
Der Beiname Shusse-jō (Burg des Erfolgs) rührt nicht nur von Tokugawa Ieyasu selbst her. In der darauffolgenden Edo-Zeit wurde die Burg von insgesamt 25 aufeinanderfolgenden Fudai-Daimyō (lehnsgebundenen Fürsten) regiert. Auffällig viele dieser Burgherren stiegen während oder nach ihrer Amtszeit in Hamamatsu in höchste Regierungsämter des Shogunats auf (z. B. in den Rat der Fünf Ältesten oder als Rōjū). Dadurch galt die Stationierung auf Burg Hamamatsu in Japan als verlässliches Sprungbrett für eine große politische Karriere.
Obwohl der heutige Burgturm (Tenshu) eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1958 ist, sind die originalen Steinmauern (Nozura-zumi) von unschätzbarem Wert. Diese wurden aus völlig unbearbeiteten Natursteinen ohne feste Formgebung aufgeschichtet. Trotz des Verzichts auf Mörtel und exakt behauene Steine überstanden diese massiven Fundamente Jahrhunderte von Erdbeben und Taifunen und zeugen von der traditionellen Festungsbaukunst der Sengoku-Zeit.
Heute dient das Areal als geschichtliches Museum und der umliegende Park als beliebtes Kultur- und Erholungszentrum.
Nun aber endlich in die Burg hinein…

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