Die Präfektur Shizuoka wird die Eröffnung der Aufstiegsroute Subashiri am Mount Fuji ab diesem Jahr auf den 1. Juli vorziehen und damit an den Termin der Präfektur Yamanashi anpassen, um Sicherheitsprobleme beim Abstieg über gemeinsam genutzte Wege zu reduzieren.
Gouverneur Yasutomo Suzuki kündigte die Maßnahme am 27. Februar im Präfekturparlament an. Mit der Entscheidung reagiert die Präfektur auf konkrete Risiken, die sich aus unterschiedlichen Öffnungsterminen ergeben hatten.
Unterschiedliche Öffnungstermine der Kletterrouten führten zu Umleitungen
Bislang beginnt die Klettersaison auf der Seite von Yamanashi jedes Jahr am 1. Juli, während Shizuoka seine drei Routen wegen noch liegendem Schnee erst am 10. Juli freigab. Diese zeitliche Differenz führte dazu, dass ein Teil des gemeinsamen Abstiegswegs zwischen der Subashiri-Route in Shizuoka und der Yoshida-Route in Yamanashi in den ersten Julitagen nicht genutzt werden durfte.
Die Subashiri-Route in Shizuoka und die Yoshida-Route in Yamanashi teilen sich ab dem Gipfel einen Abschnitt des offiziellen Abstiegswegs. Solange Shizuoka ihre Route noch nicht freigegeben hatte, konnten Bergsteiger diesen Abschnitt trotz geöffneter Yoshida-Route nicht nutzen.
In der Praxis bedeutete dies, dass Wanderer, die über die Yoshida-Route aufgestiegen waren, für den Abstieg denselben Weg wie beim Aufstieg benutzen mussten. Dieser Aufstiegsweg gilt als steil und schmal. Behörden hatten wiederholt auf Sicherheitsrisiken durch Kontakte zwischen Bergsteigern sowie Stürze hingewiesen.
Besteigen des Fuji wird sicherer
Mit der Vorverlegung der Eröffnung der Subashiri-Route auf den 1. Juli kann der gemeinsame Abstiegsweg künftig ab Saisonbeginn genutzt werden. Dadurch werden Auf- und Abstiegsrouten voneinander getrennt.
Die Yamanashi Fuji Tourism Promotion Group erklärte, durch die eindeutige Trennung der Wege lasse sich das Risiko von Unfällen reduzieren und eine sicherere Umgebung für Bergsteiger schaffen.
Der Mount Fuji ist mit 3.776 Metern der höchste Berg Japans und wurde 2013 unter dem Titel „Fujisan, sacred place and source of artistic inspiration“ in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. In der Saison 2023 bestiegen nach Angaben der zuständigen Behörden rund 221.000 Menschen den Berg. Auch 2025 lag die Zahl bei über 200.000. Die Yoshida-Route gilt als meistgenutzter Aufstieg.
Auf der Yoshida-Route gelten seit 2024 zusätzliche Zugangsbeschränkungen. Pro Tag dürfen maximal 4.000 Personen starten. Zudem wird eine Zugangspauschale von 4.000 Yen (ca. 21,82 Euro) erhoben. Die Maßnahmen dienen der Steuerung der Besucherzahlen und der Verbesserung der Sicherheit während der kurzen Sommersaison.
Auch Shizuoka erhebt auf seinen drei Aufstiegsrouten Gebühren von Bergsteigern. In der Präfektur liegen die Routen Fujinomiya, Subashiri und Gotemba. Die jetzt angekündigte Änderung betrifft ausschließlich die Subashiri-Route. Weitere Anpassungen für die beiden anderen Routen wurden bislang nicht bekannt gegeben.

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